Registrierkassen wirken Wunder beim Rohaufschlag
Was haben Registrierkassen mit dem Begriff Rohgewinnaufschlag zu tun, werden Sie sich sicher fragen? Die Antwort lautet: eine ganze Menge! Zu allererst einmal eine kurze Begriffserklärung: Der Rohaufschlag ist der Betrag, der auf den Wareneinsatz aufgeschlagen wird, um den Verkaufspreis zu berechnen. Nötig ist der Rohaufschlag um zum einen den Wareneinsatz zu begleichen, gleichzeitig auch die zum Verkauf des Artikels anfallenden Kosten, wie Personaleinsatz, Strom, Gebäudemiete, etc. abzudecken. Für die Berechnung der Unternehmensgewinne spielt der Rohaufschlag eine große Rolle. So setzt zum Beispiel das Finanzamt bestimmte, übliche Rohaufschläge für die Gastronomie fest. Hat ein Betrieb ohne Registrierkassen Verwaltung zu viel Schwund, oder werden zu viele Sonderangebote verkauft, stimmt der Rohaufschlag nicht, das heißt er ist zu niedrig. Der Gastwirt steht jetzt der Schwierigkeit gegenüber, dem prüfenden Finanzbeamten diesen Umstand zu erklären. Ohne genaue, schriftliche Beweisführung mittels Journalen aus der Registrierkasse ist dies ein schweres Unterfangen. Natürlich möchte das Finanzamt nicht jedem Gastwirt direkt Steuerbetrug vorwerfen. Aber da es extrem schwierig ist, bei vorwiegenden Bargeschäften Steuerhinterziehung nachzuweisen, erhofft sich die Finanzbehörde von manipulationssicheren Fiskalspeichern in den Registrierkassen eine bessere Kontrollmöglichkeit. Deshalb müssen per Gesetz bis zum Jahr 2013 alle im Handel oder in der Gastronomie befindlichen Registrierkassen mit einem so genannten Fiskalspeicher Chip ausgerüstet werden. Dieser soll auch dazu dienen, Schwarzarbeit zu unterbinden, da ebenfalls die Daten aus den Bedienerschlüsseln der Registrierkasse miterfasst werden sollen. Aber zurück zum Rohgewinnaufschlag. Der Gastwirt kann so gut planen und kalkulieren, wie er will. Er ist auf die Mitarbeiter angewiesen, wenn es darum geht, die Mengen der Rezeptur genau einzuhalten, Speisen und Getränke ordnungsgemäß abzurechnen und in der Registrierkasse zu verbuchen und ansonsten nichts zu verschwenden oder auch in die eigene Tasche zu wirtschaften. Denn das alles sind Faktoren, die den ansonsten richtig kalkulierten Rohgewinnaufschlag extrem mindern und damit auch den Geschäftsgewinn gegen Null laufen lassen können. Registrierkassen bieten da Abhilfe. Hinterlegte Rezepturen mit genauen Gramm Angaben sorgen zum Beispiel dafür, dass jeder in der Registrierkasse als verkauft verbuchte Menu Artikel detailliert bei allen Zutaten der Rezeptur vom Lagerbestand abgezogen wird. So wird jedes Schnitzel, jedes Gramm Käse und sogar Salz und Pfeffer mit in die Auswertung einfließen. Der Vorteil: der Wareneinsatz pro erzieltem Umsatz wird in genauen Analysen ermittelt und sollte sich ein so genannter “Verlierer” auf der Speisenkarte befinden, oder auch Material oder Ware verschwinden, ist es ein leichtes, dieses heraus zu finden und auch zu wissen, wann und warum dieser “Schwund” passiert ist. So wurde schon oft von Gastwirten berichtet, dass nach Einführung einer Warenwirtschaft mit den passenden, kompatiblen Registrierkassen sich der Rohgewinnaufschlag gravierend verbessert hat. Das Personal wird automatisch besser darauf achten, dass die Rezepturen stimmen. Und wenn tatsächlich zum Beispiel bei jeder Pizza eine halbe Hand voll Käse zuviel aufgetan wurde, merkt der Gastwirt das sofort und kann darauf aufmerksam machen. Denn nichts wird ärgerlicher sein, zusätzlich zum niedrigen Gewinn durch schlechten Rohaufschlag auch noch Steuernachzahlungen an das Finanzamt zahlen zu müssen. Die Anschaffung von modernen Registrierkasse n wird sich in so einem Fall ganz schnell bezahlt machen.
Tags:Gastronomie, Hotel, Kasse, Kassen, Registrierkasse, Registrierkasse, Registrierkassen